Home  :: impressum  :: Newsletter Anmeldung
Du bist hier: Home / Geschichte
Kontakt: Hamburgerstr. 3/2.OG :: 1050 Wien :: T: +43[0]1-317 92 66
Die EJ Büros in Österreich:   punkt EJ Burg Finstergrün   punkt EJ Burgenland   punkt EJ H.B.   punkt EJ Kärnten-Osttirol   punkt EJ Niederösterreich   punkt EJ Oberösterreich   punkt EJ Salzburg-Tirol   punkt EJ Steiermark   punkt EJ Wien

Timeline

Milestones...

20.5.1934:
Gründung des Evangelischen Jugendwerkes in Österreich, Ev. Pfarrhaus Amstetten unter Landesjugendpfarrer Georg Traar
März 1938:
teilweise Eingliederung des EJWiÖ in Hitlerjugend
Juli 1938:
Beschlagnahmung von Haus Landskron durch "Hitler Jugend"
Neuanfang ab Sommer 1946:
Erste Sommerlager wieder unter dem Namen EJWiÖ gem. mit Kreuzfahrern im Sonnenheim in Salzerbad/NÖ und im Haus Landskron am Ossiacher See in Kärnten, Burg Finstergrün
1953:
Anerkennung als Werk der Evang. Kirche in  Österreich
1954:
Öffnung Evangelisches Jugendfreizeit- und Volksbildungsheim Deutschfeistritz
1955:
Erste Entwürfe zur eigenen "Ordnung des EJWiÖ"
Mitte der 50er Jahre:
Bezug des Landesjugendpfarramts in der Schellingg.12/4, 1010 Wien
Ab Mitte der 50er Jahre auch Freizeiten auch in: "Luise Wehrenfennighaus" Bad Goisern und Haus Rechnitz
15.8.1958:
Pfr. Ernst Gläser wird (Landes-)Jugendpfarrer
1962:
Beschluss der Ordnung des EJWiÖ durch den "großen Mitarbeiterkreis" auf Burg Finstergrün
1963:
kirchliche Bestätigung der Ordnung
1972:
Kauf Burg Finstergrün.
1973:
Höhepunkt der Auseinandersetzungen der EJ mit der Kirchenleitung rund um das Magazin "anstoß" des EJWiÖ, politisches Engagement,... Ordnungsänderung durch die Kirchenleitung
Frühjahr 1973 Umzug Jugendpfarramt von Schellinggasse 12/4, 1010 Wien in Liechtensteinstr. 20/9, 1090 Wien
30.4.1979:
neue Ordnung.
Frühjahrs-JURÖ 1996:
Ordnungs- und Namensänderung von Evangelisches Jugendwerk in Österreich auf Evangelische Jugend Österreich
2004/05:
neuerliche Ordnungsänderung
2011:
Burg Finstergrün wird eigene Gliederung
2013:
Umzug der Bundesgeschäftsstelle in das Zwischenquartier in der Blumengasse 5/14, 1180 Wien und mit 1.9.13 barrierefreie Bundesgeschäftsstelle in Hamburgerstr. 3/2.OG, 1050 Wien

Die Geschichte der EJ in Österreich

1934-1950: Aufbau - Zerstörung - Wiederaufbau

Am 20. Mai 1934 wird das Evangelische Jugendwerk in Österreich (EJWiÖ) in Amstetten unter Landesjugendpfrarrer Georg Traar gegründet. Nach wenigen Jahren des Aufbaus werden, nach dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland, die Agenden der EJ auf Bibellese und Glaubensauseinandersetzung beschränkt. Das neue Evangelische Landesjugendpfarramt eröffnete 1938 in Wien 1, Schellinggasse 12.
1939, nach Beginn des 2. Weltkrieges werden dann auch Bibellager und öffentliche Auftritte generell verboten. Es folgen Kriegsjahre hinter Kirchenmauern.
Der Neuanfang im Namen des EJWiÖ wird ab 1946 mit einer Neustrukturierung und Sommerlagern v.a. im Sonnenheim Salzerbad/NÖ, Haus Landskron/K und Burg Finstergrün/S gewagt. Weiters wird die monatliche Handreichung "Junge Gemeinde" herausgegeben sowie gesamtösterreichische Mitarbeiterlager und Pfingsttreffen durchgeführt.

1950er Jahre: Von geführter zu selbstverantwortlicher Jugend

Die 50er Jahre beginnen mit einem starken Ausbau der Lager- und Freizeitangebote. 1953 wird das EJWiÖ schließlich als Werk der Evang. Kirche in Österreich anerkannt und die erste "Verfassung" (Ordnung) in der Tradition bündischer Jugendarbeit beschlossen. Gemeinsam mit anderen Jugendorganisationen gründet das EJWiÖ 1953 den Österr. Bundesjugendring (ÖBJR) - der seit 2001 Bundesjugendvertretung (BJV) heisst - und 1959 den ökumenischen Jugendrat.
In den folgenden Jahren werden weiter neue EJ-Häuser eröffnet, darunter evang.  Jugendfreizeit- und Volksbildungsheim Deutschfeistritz, das "Luise-Wehrenfennig-Haus" in Bad Goisern/OÖ und das Haus Rechnitz/B.
Ab 1955 werden die ersten Entwürfe zur "neuen Ordnung des EJWiÖ"  mit dem Ziel "Weg von der geführten, hin zur selbstverantwortlichen Jugend" diskutiert.  1958 nimmt Pfarrer Ernst Gläser seine Arbeit als Landesjugendpfarrer auf.

1960er Jahre: Roaring Sixties

Die 60er Jahre waren innerhalb des EJWiÖ die Dekade des Umbruchs.
Politisches Engagement und moderne pädagogische Konzepte treffen auf die damalige starre Wertewelt der Gesamtkirche. Erste ökumenische Treffen mit der KJ in Gebetsgottesdiensten - die im Großevent
"rendezvous 67" in Graz gipfeln - und gesamtösterr. Pfingsttreffen werden abgehalten, ein Netzwerk zum gemeinsam agierenden österreichweiten Jugendwerk aufgebaut.
1962 wird endlich die Ordnung des EJWiÖ durch den "großen Mitarbeiterkreis" auf Burg Finstergrün beschlossen und 1963 kirchlich bestätigt. In diesem Jahr löst die EJ Zeitschrift "anstoss" den "Banner" ab. Der "anstoss" war nicht als Organ des EJW sondern als frei geführte (kirchen-)kritische Zeitschrift für Jugendliche gedacht. Es entspannt sich ein heftiger Konflikt mit der Kirchenleitung wegen einzelner Artikel im "anstoss" und der Arbeit des EJW auf politischer und pädagogischer Ebene.
1969 verlässt Jugendpfarrer Ernst Gläser das EJWiÖ. Eine 25jährige Zeitspanne ohne Jugendpfarrer beginnt.

1970er Jahre: Burg - Anstoss - Neustart

Das erste Drittel der 1970er Jahre bringt den Höhepunkt des Konfliktes mit der Kirchenleitung: EJ-eigene Ordnungsänderungen werden nicht anerkannt und der "anstoss" muss schließlich aus dem EJWiÖ ausgegliedert werden.
Zwischenzeitlich wird 1972 die Burg Finstergrün gegen einigen Widerstand gekauft und 1973 zieht das EJWiÖ in die Liechtensteinstr. 20/9, 1090 Wien um. In diesem Jahr wird die Kirchenverfassung dahingehend verändert, dass alle EJ Gremialbeschlüsse von entsprechenden kirchlichen Gremien genehmigt werden müssen. Ein Großteil der agierenden EJ-MitarbeiterInnen verlässt daraufhin das Jugendwerk. Ein Schuldenberg lastet auf dem EJWiÖ. Trotzdem wird an einem neuen Ordnungstext weitergearbeitet.
Am 30.4.1979 ist dann die neue Ordnung des EJWiÖ endlich fertig und im Herbst 1979 konstituiert sich der erste Jugendrat für Österreich. Eine operative, finanzielle und personelle - ehren- wie hauptamtlicher MitarbeiterInnen - Neustruktierung der Organisation folgt.

1980er Jahre: Neue Ufer

Anfang der 1980er Jahre ist die finanzielle Konsolidierung abgeschlossen und Günter Guggenberger erster hauptamtlicher Sekretär im Jugendpfarramt.
Die Arbeitsschwerpunkte des EJWiÖ sind in diesen Jahren Umweltzerstörung, Frieden, Abrüstung, Zivildienst, Apartheid, Jugendtheologie/Seelsorge und Gleichberechtigung. Zudem werden die Sommerlager- und KiGo-Angebote erweitert, österreichweite Ostertreffen, und politische "Jugendwerkstätten" gemeinsam mit den ÖBJR-Mitgliedsorganisationen abgehalten. Ab 1981 wird das große Angebotskonzept für EJ-MitarbeiterInnen präsentiert, 1982 die erste Ausgabe "Sommerfreizeiten und Begegnungen im In- und Ausland" (heute Sommerfreizeitprospekt) herausgegeben und ab 1984 das EJ-Magazin "junge gemeinde" mit neuem Konzept relauncht. 1987 wird die erste Gruppenreise Deutschen Evangelischen Kirchentag und die Medienaktion "Trocken" Jugend ohne Alkohol durchgeführt. Nach finanziellen Turbulenzen folgt 1989 Bundessekretär Lauri Hätönen auf Franz Schlacher.

1990er Jahre: Stabile Verhältnisse

Die EJ beschäftigt sich in den 90er Jahren intensiv mit Themen wie Gleichberechtigung, Ökumene, Frieden, Zivildienst, Bildung, Homosexualität, Gewalt, Rassismus und Ehrenamtlichkeit. Die Angebote an Arbeitshilfen für MitarbeiterInnen werden ausgeweitet, z.B. 1993 mit der ersten "Mitarbeiterwerkstatt" (heute EJ Tagung). 1990 findet die 1. Delegiertenkonferenz "Wir sind am Zug" als 3-tägige Zugreise durch Österreich statt, die 1994 mit "Wir sind wieder am Zug" neu aufgelegt wird, begleitet von der Medienaktion "Denkzettel" gegen Fremdenfeindlichkeit. 1996 ist dann ein langer Ordnungsänderungsprozess beendet, der auch einen neuen Namen bringt: Evang. Jugend Österreich (EJÖ). Weiters wird Michael Meindl Jugendpfarrer für Österreich und die 1. Ökumen. Jugendbegegnung "No Limit" findet in Bregenz mit 4000 Jugendlichen statt. Die erste EJÖ-Website geht 1997 online, und die EJ ist bei der ökumen. Versammlung "Graz 97" vertreten. Neue Zugänge zu partizipativen Jugendtreffen werden 1998 bei "Bootsblitz" erfolgreich erprobt.

2000+: Y2K - go with the flow

In den Nuller und ersten 10er Jahre engagiert sich die EJ v.a. mit Themen wie Ökumene, Rassismus, Qualitätsstandards in der Jugendarbeit, Integration, Jugendkultur, Kinder- und Umweltschutz. 2001 findet die 2. ökumen. Jugendbegegnung "bleibt alles anders" in Innsbruck statt und Jugendpfarrer Michael Meindl verlässt die EJÖ. Die Anne Frank Ausstellung auf Burg Finstergrün berührt 2002 unzählige Besucher, die "junge gemeinde" wird überarbeitet. 2005 sorgt die Aktion "Young Evang - Wir stimmen Kirche jung" für Aufsehen. Ines Hauser übernimmt von 2006-09 die Stelle der Jugendreferentin für Österreich und Sören Peterhans ist von 2007-2012 Bundesgeschäftsführer. Burg Finstergrün wird 2011 eine eigene EJ-Gliederung und 2012 wird Elisabeth Antretter Bundesgeschäftsführerin.
Die EJ-Bundesgeschäftsstelle zieht 2013 ins barrierefreie Büro Hamburgerstr. 3, 1050 Wien, die Kinderschutzrichtlinie für alle EJ MitarbeiterInnen wird beschlossen, jährliche Aktionen zu Nachhaltigkeit und die Reformationstagsaktion "Churchnight" werden ins EJ Angebot aufgenommen.