3. Dezember

Miteinander verknüpft und voneinander abhängig

Wir sind alle miteinander verknüpft und voneinander abhängig. Über Jahrmillionen hat sich das Leben auf unserem Planeten Erde entwickelt und bietet derzeit gute Bedingungen für uns Menschen. Wenn wir dieses menschenfreundliche Umfeld zerstören, dann zerstören wir auch unsere eigene Lebensgrundlage. Und zu unserer Lebensgrundlage zählt unter anderem die biologische Vielfalt.

Die biologische Vielfalt nennen wir auch Biodiversität. Sie ist für uns alle lebensnotwendig. Biodiversität ist die Basis unserer Nahrungskette, sie hilft den Wasser-, Nährstoff- und Kohlenstoffkreislauf der Erde aufrechtzuhalten und sie hilft, die Erderwärmung einzudämmen.

Angesichts der COVID-19-Pandemie haben wir noch einen weiteren Grund die biologische Vielfalt und die natürlichen Lebensräume zu schützen. „Wer politisch klug und vorausschauend handeln, wer die Gesellschaft vor künftigen Seuchen schützen will, der darf nicht nur in Intensivbetten und Schutzmasken investieren. Eine kluge Gesundheitspolitik würde jetzt, heute, die globale Biodiversität ins Zentrum der internationalen Aktivitäten stellen.“, lesen wir in Petra Pinzlers Artikel in der Zeit online vom 4. Juni 2020 .

Und was hat das jetzt mit uns zu tun? Wir sind alle miteinander verknüpft und voneinander abhängig... Das bedeutet auch, dass wir verantwortlich sind. Im kirchlichen Kontext verwenden wir den Begriff Schöpfungsverantwortung, wenn wir die Verantwortung der Menschen für die Erde beschreiben. Denn, so erinnert uns Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato Si, es sei Gottes Auftrag an die Menschen, die Erde zu schützen und zu bewahren: Alles, was uns umgibt, ist Gottes geliebte Schöpfung und ihr Schutz sollte für Christ*innen Herzensangelegenheit und Grundauftrag sein.

Monika Spiekermann (Referentin für Jugendpastoral der katholischen Jugend Österreich und Mitglied des ökumenischen Jugendrats Österreich)