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Internationale Befreiungsfeier KZ-Mauthausen - 6.5.18 - Internationalität verbindet

EJ Fahrt in die KZ-Gedenkstätte Mauthausen

zur Internationalen Befreiungsfeier am 6.5.2018

"Flucht und Heimat"

Fotos: Joachim Hoffleit

Unsere 37-köpfige EJÖ-Gruppe hat mit über 10.000 Menschen, darunter die Überlebenden des ehemaligen Konzentrationslagers am 6.5. in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen der Befreiung gedacht und gemeinsam gefeiert.

Im Gedenkjahr 2018 war das Thema der Gedenk- und Befreiungsfeier "Flucht und Heimat" und der Auslöschung Österreichs im Jahr 1938.

Zwischen 1933 und 1945 flohen Millionen von Menschen vor den Gräueltaten des nationalsozialistischen Regimes und seinen Verbündeten.
Die nationalsozialistische Terrorherrschaft schuf in den 1930er Jahren neben politischen, religiösen oder wirtschaftlichen Ursachen ein neues Motiv der Flucht: Rassismus.
Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitee Österreich schlug eine Brücke zur Gegenwart: "Menschen, die vor 80 Jahren in ein anderes Land flüchten mussten haben alles verloren. Ihre Heimat wurde zu einem fremden Ort. Auch heute müssen Menschen flüchten. Es liegt an uns, ihnen zumindest ihre Würde zu erhalten."

Gerade der Gegenwartsbezug jedes Jahresthemas soll vor allem für junge Menschen die Auseinandersetzung mit der Zeit und Ideologie des Nationalsozialismus erleichtern.
Was dieses Jahr wieder beeindruckend gelang.

Die Gedenkfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen begann mit einem ökumenischen Wortgottesdienst mit Diözesanbischof Dr. Manfred Scheuer, Pfarrerin Dr.in Hannelore Reiner und Erzpriester Ioannis Nikolitsis. Gefolgt von der Verlesung des Mauthausenschwurs in mehr als 20 verschiedenen Sprachen – ein wichtiges Ritual an einem Ort wie dem ehemaligen KZ-Mauthausen, wo von 1938 bis 1945 Deutsch die einzig erlaubte Sprache war.

Im Anschluss begrüßte MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi die tausenden TeilnehmerInnen, insbesondere die KZ-Überlebenden und die zahlreichen Jugendlichen. Während der folgenden Kranzniederlegung hielten die Vertreterinnen und Vertreter der Opferorganisationen aus Deutschland, Polen, Russland und Ungarn ihre Gedenkreden in den jeweiligen Landessprachen.

Spannend und berührend waren die Videobeiträge von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die aufgrund der Verfolgung des nationalsozialistischen Terrorregimes aus Österreich fliehen mussten.

Den Höhepunkt des Festakts bildete der gemeinsame Auszug aller TeilnehmerInnen am Ende der Feierlichkeit - ein wunderbares Symbol für die Befreiung der KZ-Inhaftierten im Jahr 1945.
Auch dieses Jahr wurde der Auszug aus Mauthausen von den KZ-Überlebenden Dušan Stefancic, Yauhen Chrol, Nikolai Kireev, Shaul Spielmann, Andrew Sternberg und weitere mit Jehuda Gurvich an der Spitze angeführt, begleitet von den Zeitzeugen Anna Hackl und Tommy Frankl, GIs der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika und Schülerinnen und Schüler der NMS Mauthausen.

Die Internationale Befreiungsfeier stellt die weitaus größte Gedenk- und Befreiungsfeier weltweit dar. Auch dieses Jahr wurde ein beeindruckendes Zeichen für ein "Niemals wieder" gesetzt.