Zum Inhalt springen

Reformationstagsaktion

Zum Reformationstag mal was anderes als Halloween

31. Oktober: Reformations-Aktion

In Österreich wird mittlerweile der 31. Oktober eher mit Halloween als mit dem Reformationstag in Verbindung gebracht.  Kinder gehen von Haus zu Haus und schnorren Süßigkeiten. Mit dem reformatorischen Geist Martin Luthers bietet die "Reformations-Aktion" eine spannende Alternative mit einem positiven Überraschungseffekt. Die Aktion findet im Rahmen der ChurchNight statt.

 

Kern der Reformations-Aktion ist, dass Kinder "Süßes"  in der Nachbarschaft  verschenken. Für Jugendliche bietet sich an, "Süßes" an Menschen zu verteilen, die am Rand stehen, wie zum Beispiel Obdachlose oder Flüchtlinge.

Die Reformations-Aktion kann durch weitere Programmpunkte wie einem gemeinsamen Essen in der Kirche oder einem Reformations-Gottesdienst ergänzt werden.

Ziele

  • Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eine attraktive Form bieten, den Reformationstag zu feiern.
  • Kinder lernen sehr eindrücklich, dass es viel schöner ist, andere zu beschenken, als zu erpressen
  • den Nachbarn und anderen Mitmenschen eine Freude machen
  • die Nachbarn und Mitmenschen auf die Reformation aufmerksam machen
  • Kinder und Jugendliche setzen sich mit der Reformation auseinander

Hier ein nettes Umsetzungsbeispiel aus einer Gemeinde:

2014 nahm die Evangelische Pfarrgemeinde Perchtoldsdorf erstmalig an der ChurchNight teil.

In der Vorbereitung wurde uns schnell klar, dass wir keine Lebensmittel (Zuckerln, selbstgebackenes Brot o.ä.) austeilen wollen.
So kamen wir auf die Idee, weiße Rosen in Anlehnung an die Lutherrose zu verschenken. Über eine Gärtnerei besorgten wir uns 240 Stück. Diese schmückten beim Reformationsgottesdienst am Vormittag den Altar.

Im Anschluss an den Gottesdienst verteilten etwa 10 Kinder und Jugendliche die Rosen in Perchtoldsdorf.
Einige Menschen waren zu Tränen gerührt, andere sprachen lang über ihre persönliche Geschichte. Die meisten freuten sich über die geschenkte Rose. Nur wenige lehnten sie ab.

Die katholische Pfarrgemeinde wollte am liebsten gleich mitmachen und auch Lutherrosen verteilen...
Doch diese Art der "Öffentlichkeitsarbeit" am Reformationstag gehört uns Evangelischen!

Auch in diesem Jahr werden wir wieder weiße Rosen verteilen.

Mag. Anne-Kathrin Wenk