Zum Inhalt springen

Infos & Gruppenübungen

Was ist Plastik überhaupt?

  • Wo ist es überall drin, wo wir es vielleicht gar nicht erwartet hätten?
  • Welche negativen Auswirkungen hat unser Umgang mit Plastik auf Umwelt und Gesundheit?
  • Wie können wir Wege finden, verantwortungsvoll damit umzugehen?
  • Welche Alternativen gibt es?

Um das zu hinterfragen, zu beleuchten und zu bearbeiten haben wir für die Zielgruppen im KIGO- oder Konfi-Alter unter vier Überthemen folgende Übungen zusammengestellt:

Übung "Gemeinsame Jause" (für KIGO & Konfis)

Richtet gemeinsam mit den Kids in der Gruppe eine leckere Jause her! Kauft dafür entweder gemeinsam ein oder macht euch vorher aus, wer was mitbringen soll (zum Beispiel Obst, Brot, Aufstriche/Käse, Kekse, Säfte usw.). Reflektiert danach gemeinsam folgende Fragen:

  • Beobachtet mal wieviel Plastikmüll dabei zusammenkommt - seid ihr überrascht über die Menge?
  • Überlegt euch Alternativen: Was könnte man auch in anderer Verpackung/ohne Verpackung kaufen? Wie hättet ihr Verpackung sparen können? Kennt ihr Geschäfte, die gute Ideen haben Verpackung und Müll zu vermeiden?
Übung "Plastic Planet - Plastik ist überall" (für KIGO & Konfis)

Für Konfis: Spiele den Kids den Trailer des Films "Plastic Planet" vor:
https://filme.kinofreund.com/trailer/single/278

(Danach) starte mit den Kindern folgende Überlegungen:

  • Was besteht alles aus Plastik? Zählt jeweils mindestens 10 Dinge auf!
    - Wo ist Plastik hier im Raum?
    - Wo ist Plastik bei euch zuhause zu finden?
    - Wo ist Plastik sonst im Alltag vorhanden?
  • Wieso ist Plastik so beliebt für den Alltag?
  • Was sind die Vorteile von Plastik eurer Meinung nach?
  • Worauf von diesen Plastik-Gegenständen könntet ihr verzichten?
  • Durch was könntet ihr es ersetzen?
Info "Plastik im Alltag"

"Holz, Metall, Stein - das gab's alles schon, bevor wir Menschen auf der Erde waren. Das sind natürliche Stoffe.
Die Kunststoffe wurden ja erst von uns Menschen erfunden, sie sind künstlich. Und daher kommt auch ihr Name: Kunststoff.
Wir sagen zu Kunststoffen meistens einfach nur Plastik. Die Wissenschaftler nennen sie Kunststoffe, denn es gibt sehr viele unterschiedliche: Manche sind steinhart und man kann aus ihnen Sachen wie Telefone, Zahnräder oder Bierkästen herstellen. Andere Kunststoffe sind sehr biegsam, aus denen macht man zum Beispiel Strickgarne, Kleiderstoffe oder Folien.
(...) Um "Kunststoffe" herstellen zu können, braucht man auch Rohstoffe. Das Celluloid der Brüder Hyatt war noch aus Kampfer und Zellulosenitrat. Heute macht man die meisten Kunststoffe aus Erdöl."

(Quelle: http://www.br-online.de/kinder/fragen-verstehen/wissen/2005/00989/ - hier findest du auch interessante Radiobeiträge für junge HörerInnen zu diesem Thema!)


"Kunststoffe werden zu Formteilen, Fasern und Folien weiterverarbeitet und dienen der Herstellung von Verpackungsmaterialien, Lacken, Klebstoffen, Textilien, Bauteilen oder Isolierungen, um nur einige Verwendungszwecke zu nennen. Es gibt nicht viel, das es nicht in irgendeiner Form auch aus Plastik gibt. Rennwagen, Prothesen, Schrauben, Pullover, Schnuller, Luftmatratzen, Schuhe, Fahrräder, Polster, Rohre, Waffen, Messer, kugelsichere Westen, Gummitiere, Reifen, Geschirr, Bestecke und unendlich vieles mehr."
(Quelle: http://www.plastic-planet.de/hintergrund_waswirdgemacht.html)

Weitere Infos:

Hier findet ihr eine Kurzsendung (Die Sendung mit der Maus) zur Plastikherstellung und zum Thema "Vermeidung von Plastiksackerl":
http://www.ardmediathek.de/tv/Die-Sendung-mit-der-Maus/Sachgeschichte-Plastik
Hintergrundinfos zu Plastik:
www.plastic-planet.de/hintergrund.html
www.plasticplanet-derfilm.at/derfilm/schulmaterialien/MODUL1PLASTIK-1.pdf
Vorteile von Plastik:
www.plastic-planet.de/hintergrund_vorteilevonplastik.html

Übung "Was verrottet zuerst?" (für Konfis)
  • Quiz: was verrottet zuerst und wie lange braucht das?
    Lasse die Kinder dazu in Kleingruppen recherchieren und besprecht danach alle gemeinsam eure Ergebnisse!
    - Bananenschale
    - Blechdose
    - Plastikflasche
    - Plastiksackerl
    - Papiertaschentuch
     
  • Lösung:
    - Bananenschale: 2 Jahre
    - Blechdose: 500 Jahre
    - Plastikflasche: 5000 Jahre
    - Plastiksackerl: 120 Jahre
    - Papiertaschentuch: 5 Jahre

(Quelle: http://www.naturreinlich.at/verrottungszeiten/ )

Info "Plastik als Gefahr für Umwelt und Gesundheit"

Plastik im Meer
Plastikflaschen, Plastiktüten oder altes Spielzeug - auf den Meeren der Welt treiben riesige Mengen Plastikmüll. Bis zu 270 Millionen Tonnen Müll sind es insgesamt, schätzen Experten. Das ist so viel, dass man ihn sogar vom Weltraum aus sehen kann. Teilweise bildet das Plastik riesige Müllteppiche, die auf dem Meer schwimmen. Fünf solcher Teppiche gibt es schon. Nun vermuten Forscher, dass sie einen sechsten Müllteppich entdeckt haben. Er soll im arktischen Ozean treiben.
Plastikmüll ist für die Tiere im Meer gefährlich: Fische, Vögel oder Delfine verschlucken kleine Plastikteile oder verfangen sich in dem Müll. Experten fordern deshalb, dass jede Plastiktüte, die man in Geschäften bekommt, etwas kosten soll. Sie hoffen, dass die Menschen dann weniger Tüten benutzen und so auch weniger Plastikmüll ins Meer gelangt.
Das Plastik ist tückisch: Durch Wellen, Wind und Sonne werden auch größere Sachen aus Plastik mit der Zeit in winzig kleine Teilchen zermahlen. Das funktioniert ähnlich wie bei Muscheln: Auch der Sand am Strand besteht oft aus zermahlenen Muscheln. Selbst wenn die Teilchen noch nicht winzig klein sind, werden sie bereits von Meerestieren gefressen, wenn diese zum Beispiel Plastiktüten mit Quallen verwechseln.

Woher kommt der Müll?
Sehr viel Plastikmüll kommt von den vielen Schiffen, die über die Meere fahren und Sachen hin und her transportieren: Die Besatzung wirft ihren Müll über Bord. Manchmal passiert es auch, dass ein Schiff in einen Sturm gerät und Behälter mit Plastiksachen verliert.
Außerdem gelangt Plastikmüll auch durch Flüsse und Bäche ins Meer. Der Plastikmüll, der dort hinein geworfen wird, landet dann auch wieder in den Ozeanen der Welt. Das Gleiche passiert auch mit dem Müll, der an die Strände geworfen wird. All das ist sehr gefährlich und schädlich für die Lebewesen im Meer.

Was bedeutet das für Menschen?
Experten sind noch nicht sicher, wie schädlich das auch einmal für die Menschen werden kann. Doch sie vermuten, dass der Plastikmüll irgendwann auch im menschlichen Körper ankommen wird - wenn der Mensch zum Beispiel Fisch gegessen hat, der mit Plastikmüll verschmutzt war. Davon können Menschen wahrscheinlich auch krank werden. Dass da etwas getan werden muss, ist klar.
(Quelle: http://www.tivi.de/fernsehen/logo/artikel/31716/index.html --> hier findet ihr auch ein gut erklärtes kurzes Video zu diesem Thema!)

Plastiksackerl als Hauptproblem
"Alleine in Österreich werden jedes Jahr rund eine Milliarde Plastiksackerl ausgegeben. Das sind fast 2.000 Sackerl in der Minute."
(Quelle: http://plastik.greenpeace.at/ )

Schätzungen zufolge werden 70 Prozent der Meeresverschmutzung durch Plastiksackerl verursacht. 2015 hat das EU-Parlament deshalb  einer Richtlinie zugestimmt, durch welche der Verbrauch von Plastiksackerln in den nächsten Jahren reduziert werden soll. Eine Maßnahme ist nur mehr kostenpflichtige Plastiksackerl zu erlauben, was zum Beispiel in Irland zu einem starken Rückgang des Verbrauchs geführt hat.
Quelle und weitere Informationen: derstandard.at/2000014958465/EU-Parlament-beschliesst-Reduktion-von-Plastiksackerln

Gefahr für die Gesundheit
Chemikalien im Plastik, wie Phthalaten (Weichmacher) und Bisphenol A, können nachweislich die Gesundheit von Tieren schädigen und auch ein negativer Einfluss auf den Organismus des Menschen kann nicht ausgeschlossen werden. Die Chemikalien können sich aus dem Kunststoff lösen und so in den menschlichen Körper gelangen und dort im schlimmsten Fall (gemeinsam mit anderen Faktoren, wie Veranlagung oder Ernährung) Allergien, Fettleibigkeit, Unfruchtbarkeit, Krebs und Herzerkrankungen verursachen. Derartige schädigende Chemikalien sind zum Beispiel in Lacken zu finden, sowie in Emulgatoren, Verpackungen, Klebstoffen und Kosmetika.
Quelle und weitere Informationen: www.plasticplanet-derfilm.at/derfilm/schulmaterialien/MODUL3Gesundheitsgefahren.pdf

Weitere Informationen:

Plastik als Umweltproblem:
www.plastic-planet.de/hintergrund_plastikalsproblem.html
Plastikmüll:
www.plasticplanet-derfilm.at/derfilm/schulmaterialien/MODUL2Plastikmuell.pdf

Ein Blick über den Tellerrand zum Umgang mit Müll und Plastik (Beispiel Ruanda und Brasilien) 

Info "Ohne Plastik geht es (nicht)?"

Die Republik Ruanda ist ein kleiner Binnenstaat in Ostafrika.
Er grenzt an Uganda, Tansania, Burundi und die Demokratische Republik Kongo. Amtssprachen sind Kinyarwanda, Französisch und Englisch. Die Hauptstadt ist Kigali.
Manche nennen Ruanda auch "die Schweiz Afrikas", denn manches aus Ruanda erinnert sie wohl an Geschichten und Bilder aus der Schweiz. Geographisch lassen sich wirklich Gemeinsamkeiten finden: beide Länder sind Binnenstaaten, flächenmäßig recht klein und haben viele Hügel bzw. Berge.
Noch etwas sagt man beiden Ländern nach: sie sind sehr sauber.
In Ruanda geht es so weit, dass es verboten ist Plastiksäcke zu verwenden. Die Regierung hat schon vor vielen Jahren erkannt, dass Plastik und vor allem die vielen dünnen, kleinen Plastiksäcke sehr schlecht für die Umwelt sind.  Sie werden besonders oft achtlos weggeworfen.
Ruanda wollte ein Vorbild für andere Länder sein, wenn es um Umweltschutz geht.
Daher wurde vor ca. zehn Jahren die Verwendung von Plastiksäcken verboten.
Am Anfang war das für viele Menschen unvorstellbar. Worin sollten sie denn jetzt ihre Sachen einpacken? Wie sollten sie ihre Einkäufe vom Markt nach Hause tragen?
"Es war nicht einfach, das Verbot durchzusetzen", erinnert sich die Vorsitzende der Umweltschutzbehörde, Rose Mukankomeje: "Jeder hat gefragt, ob das ein Witz sein soll. Wie willst du denn gegen Plastiktüten ankämpfen? Schließlich nutzen alle auf der ganzen Welt Plastik".

Doch Ruanda hat es geschafft und Plastiksäcke sehr stark reduziert!
Mehrere Punkte haben geholfen. Nach Plastiksäcken wird sehr streng kontrolliert. Das gilt für die Bevölkerung in Ruanda zum Beispiel in Geschäften aber auch für alle Leute, die nach Ruanda reisen. An den Grenzen und am Flughafen werden die Leute kontrolliert und müssen alle Plastiksäcke, die sie mithaben abgeben. Die Leute sollen auch verstehen, warum das Verbot der richtige Weg ist. Daher gibt es zum Beispiel in der Schule Unterricht in Umweltschutz. Da lernen alle Schülerinnen und Schüler auch wie schädlich Plastiksäcke sind.

Übung
  • Stell dir vor in Österreich werden alle Plastiksäcke und Taschen aus Kunststoff verboten.
    - Wenn du nun im Kopf durchgehst, was du so an einem Tag, in einer Woche machst: wo würde dir ein Sackerl oder eine Tasche als erstes abgehen?
    - Was könntest du statt Plastiksackerln verwenden? Was könntest du sverwenden, wenn du kein Geld hast bzw. kein Geld ausgeben möchtest?

Recherchiere im Internet über Ruanda: stimmt es wirklich, dass es in Ruanda gar kein Plastik und gar keine Plastiksäcke mehr gibt?
Tipp: Ein Suchwort, dass dir helfen könnte ist "Recycling". Weißt du was es bedeutet?

Ruanda gehört zu den 20 ärmsten Ländern der Welt. Das bedeutet auch, dass viele Menschen in Armut leben.
Brot für die Welt unterstützt mit dem Projekte "Drei Farben für eine besser Zukunft" Familien genug und gesundes Essen zu bekommen.
Lerne mehr darüber z.B. über die Homepage https://www.brot-fuer-die-welt.at/de/projekte/ernaehrung-sichern/ruanda/drei-farben-fuer-ein-besseres-leben

Info "Wenn Müll zu Gold wird"

Fotos:www.brot-fuer-die-welt.at/de/projekte/ernaehrung-sichern/brasilien/wenn-muell-zu-gold-wird

Hunderttausende von Menschen leben in den großen Städten Brasiliens vom Sammeln und Trennen von Wertstoffen.
Die von Brot für die Welt unterstützte Lutherische Stiftung für Diakonie hilft ihnen, ihre Arbeits- und Lebensbedingungen zu verbessern.
Sie unterstützt die "Landesweite Bewegung der Sammlerinnen und Sammler recycelbarer Materialien" (MNCR).

Jeden Tag werden zwölf LKW-Ladungen Müll in die Wertstoffanlage im Süden der Stadt Porto Alegre angeliefert.
Wenn sich die Türen der LKWs öffnen, werden penibel alle Wertstoffe getrennt. Überall stapeln sich bunte Verpackungen und Plastikflaschen.
Es riecht nach Unrat.
Doch trotz der schwierigen Arbeitsbedingungen ist das Sammeln von Müll für viele ärmere Menschen in Porto Alegre die einzige Chance Geld zu verdienen. Oft müssen sie jedoch die Hälfte ihres Verdienstes an so genannte Zwischenhändlerinnen und -händler abgeben oder für ihre Müllwägen hohe Mietkosten zahlen.
MNCR unterstützt die Wertstoffsammlerinnen und -sammler dabei, sich zu Kooperativen zusammenzuschließen, die von der Stadt unterstützt werden. Hier arbeiten sie weiter für ihren eigenen Geldbeutel, geben jedoch einen Teil des Einkommens für Sozialversicherungsbeiträge und die laufenden Kosten der Kooperative ab.
Dafür sind sie kranken- und rentenversichert.
Und wer zum Beispiel länger krank ist und von seiner Versicherung nicht den vollen Lohn erhält, wird aus einem Notfonds unterstützt.

Beim gemeinsamen Mittagessen spürt man die freundschaftliche Verbundenheit aller. Es wird viel gelacht.
"Meist sammle ich und João zieht den Wagen", sagt Odete. Denn das Gefährt wiegt bis zu 100 Kilo.
Die Mühe lohnt sich. "Wir bekommen jeden Monat jeweils 1.200 Reais (ca. € 373) heraus", sagt João. "Früher habe ich in der Zigarettenfabrik gearbeitet, da hat der Lohn nicht einmal für das Essen gereicht."
Heute verdient das Ehepaar genug, um ihre beiden erwachsenen Kinder und die zwei Enkelinnen finanziell zu unterstützen. Auch wenn die Arbeit anstrengend ist, freut es sie sehr, denn sie sind der Meinung, dass sich ihr Leben verbessert hat.

Mehr Informationen zu dem Projekt findest du auf der Homepage von Brot für die Welt:

Übung:

Frage: Wie gut kennst du dich mit Mülltrennung aus? Was wird  bei dir zu Hause, in deiner Heimatgemeinde alles getrennt und recycelt? Weißt du wo du welchen Müll hinbringen kannst? Weißt du auch, was danach damit passiert? Wer kümmert sich denn darum?

Noch Fragen zu den Projekten oder was Brot für die Welt in Österreich (an Bildungsarbeit) macht?
Wende dich doch an Hannah Satlow
Email: h.satlowbrot-fuer-die-weltat
Telefon: 01 / 402 67 54 3102
Adresse: Steinergasse 3/12, 1170 Wien

Übung "1 Woche ohne Plastik - geht das?" (für Konfis)
  • Macht doch selbst gemeinsam mit den Kids eine Woche lang das Experiment: versucht ganz ohne Plastik auszukommen und macht euch dazu täglich Notizen zu euren Erfahrungen in einem kleinen "Plastik-Tagebuch"

  • Nach einer Woche besprecht eure Erfahrungen gemeinsam in der Gruppe - Wie ist es auch mit der Aufgabe gegangen? War es leicht? Was waren die größten Schwierigkeiten dabei?
    - Wie hat euer Umfeld reagiert?
    - Wer ist euer Plastik-Vermeidungs-Champion in der Gruppe? Ihr könnt euch gemeinsam einen umweltfreundlichen kleinen Preis für sie/ihn überlegen :-)
Übung "Kreatives Basteln mit Plastik" (alle Altersgruppen)
  • Ihr könnt mit den Kids auch versuchen, auf kreative Weise Plastikmüll zu verwerten und damit tolle Dinge zu basteln!
  • Bitte die Kinder von Zuhause (möglichst gereinigt) Plastikmüll mitzubringen, sowie Stifte, Scheren, Kleber, Tixo und sonstige Bastel-Sachen
  • Lasse sie dann in kleinen Gruppen überlegen, was sie aus dem Plastik Kreatives basteln können und dann können sie schon loslegen!
  • Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt: die Kids können etwas Praktisches basteln, wie einen Stifte-Halter, oder vielleicht ein kleines Monster?
    Hier sind ein paar Inspirationen:
    deavita.com/selber-basteln/aus-plastikflaschen-basteln-kreative-ideen.html
    https://de.pinterest.com/explore/plastikflaschen-953441390442/
    http://www.sendacow.org.uk/lessonsfromafrica/resources/plastic-bag-football
  • Ihr könnt nun in eurer Pfarrgemeinde eine kleine Ausstellung eurer Werke organisieren!
  • Schickt uns bitte auch Fotos von euren Kreationen zu an officeejoeat  
  • Bitte die Gruppe am Schluss, den Müll, den ihr nicht verwendet habt, richtig zu entsorgen! Gib der Gruppe dafür Infos wie und wo sie ihn wegwerfen sollen! Die Kinder können danach zuhause auch ihre Eltern fragen, ob sie auch wissen, wie man Plastik richtig entsorgt, jetzt sind die Kinder ja die Profis und können ihnen Tipps geben!
Übung "Frag deine Großeltern" (KIGO & Konfis)
  • Regt die Kinder eurer Gruppe an, mit ihren Großeltern (oder anderen Personen dieser Generation) über das Thema Plastik zu sprechen. Wahrscheinlich sind sie in einer Zeit aufgewachsen, in der es noch keinen Plastik-Boom gab, darum kann es sehr spannend sein ihnen folgende Fragen zu stellen:
    - Wie war das Leben ohne Plastik?
    - Wie hat das mit dem Müll damals funktioniert?
    - Woraus haben damals Sachen bestanden, die heute aus Plastik sind? Oder gab es diese Dinge damals gar nicht?
    - Was halten sie jetzt von Plastik?
    - Und alle anderen Fragen, die sonst interessant sind :-)

Eine gute Idee ist es auch ein Seniorenheim in eurer Umgebung zu besuchen und diese Fragen dort zu stellen!

Info "Recycling und der Kreislauf von Plastik"

"Wer schon einmal eine Zahnbürste im Komposthaufen gefunden hat, der weiß es: Plastik verrottet nicht einfach wie Papier oder Pflanzenreste.

Auf den großen Mülldeponien brauchen die vielen Kunststoffsachen enorm viel Platz: Plastikflaschen, Tüten, Spielzeug und Verpackungen und und und. Gemischt mit anderem Müll könnte man Plastikmüll nur verbrennen. Darum wird Plastikmüll heutzutage gesammelt und wieder verwertet: zu Fensterrahmen, Bierkisten oder anderen Plastikprodukten. Schließlich ist Kunststoff auch wertvoll: Er wird in komplizierten Verfahren aus kostbarem Erdöl hergestellt."
(Quelle: www.br-online.de/kinder/fragen-verstehen/wissen/2005/00989/ )

Info "Tipps zum Umgang mit Plastik"

"Man kann zwar irre Sachen aus Plastik machen, aber leider bleiben die uns auch fast ewig erhalten. Darum vielleicht öfter mal überlegen, ob es wirklich was aus Plastik sein muss. Manchmal ist ja auch eine Papiertüte ganz prima oder ein Holzbrett oder ein Lederball oder...

Und wenn es denn wirklich mal was aus Plastik sein muss: Immer daran denken - wenn ein Kunststoff nicht verbrannt wird, dann bleibt er der Erde länger erhalten als du und ich!"
(Quelle: http://www.br-online.de/kinder/fragen-verstehen/wissen/2005/00989/)

Konkrete Tipps:
  • Stofftaschen/ alte Tüten mitnehmen
  • Lebensmittel mit wenig Verpackung kaufen
  • Nachfüllpackungen kaufen
  • Mehrweg- statt Einwegflaschen nehmen
  • ausleihen statt kaufen
  • reparieren statt wegwerfen
  • Verschenk- und Tauschbörsen nutzen
  • auf dem Flohmarkt ein- und verkaufen

(Quelle: Naturschutzbund Deutschland: Weniger Müll hilft der Umwelt - Tipps zur Abfallvermeidung; www.nabu.de/themen/konsumressourcenmuell/ waskannichtun/abfallvermeiden)

Weitere konkrete Tipps unter:
www.greenpeace.org/austria/de/News/Aktuelle-Meldungen/Konsum-News/2014/10-einfache-Schritte-zu-weniger-Plastikmull/

Verpackung vermeiden
"Abfall vermeiden! Hier kann am meisten Müll, Energie und Ressourcen eingespart werden. Müll, der heute nicht gekauft wird, muss morgen nicht gelagert oder recycelt werden und hätte gestern nicht hergestellt werden müssen.

Wo Verpackungen benötigt werden, soll auf energiearme Herstellung und kurze Zersetzungszeiten geachtet werden. Alu ist sehr energieintensiv in der Produktion und Plastik zerfällt sehr langsam in immer kleinere, gift-abgebende Bestandteile, welche lange in unseren Ökosystemen herum treiben.

Daher ist Glas und Papier vorzuziehen. Die Grundlage von Papier ist Holz, einer nachwachsenden Ressource, und die Verrottung von Papier ist relativ kurz und umweltfreundlich. Glas ist zwar auch relativ energieaufwendig in der Herstellung, dafür ist aber das Recyclingverfahren sehr ausgereift. Weiters sind große Mehrweggebinde sinnvoll"
(Quelle: bockmas.at/v2/index.php )

Infos zur Mülltrennung in Wien:

https://www.wien.gv.at/umwelt/ma48/service/publikationen/pdf/bau-keinen-mist-de.pdf

Alternativen zu Plastik: Pro & Contra

Es gibt neue Entwicklungen, Alternativen für herkömmliches Plastik zu finden, diese sind jedoch nicht unumstritten. So sind zum Beispiel in Bioplastik (das aus Rohstoffen wie Mais oder Kartoffeln besteht) auch Weichmacher gefunden worden und die Auswirkungen des intensiven Anbaus dieser Rohstoffe muss kritisch hinterfragt werden. Biologisch abbaubare Kunststoffe wiederum können auch aus Erdöl hergestellt werden und sind deshalb auch kritisch zu sehen. Am besten ist es deshalb noch immer die Stofftasche zum Einkaufen mitzunehmen, statt sich ein Bioplastik-Sackerl oder Ähnliches zu kaufen!
Quelle und weitere Infos: www.plasticplanet-derfilm.at/derfilm/schulmaterialien/MODUL5Alternativen.pdf