Auf den Spuren der „Weissen Rose“

4. bis 7. November 2021

München

und KZ Gedenkstätte Dachau

ab 16 Jahren

junge Erwachsene & Multiplikator*innen

Bedenk-Reise nach München und Dachau

„Was wir sagten und schrieben, denken ja so viele. Nur wagen sie nicht, es auszusprechen.“

Sophie Scholl (9. Mai 1921 bis 22. Februar 1943)


Glaube und Widerstand
Glaubensimpulse und Gedenken miteinander verbinden
Die EJÖ auf den Spuren der „Weissen Rose“

 

Was euch vom 4. bis 7.11. erwartet:

  • 4. November:  Anreise mit dem Zug, Übernachtungen im Hotel Imperial, München (es gilt die 3G-Regel!)
     
  • 5. November: wir gehen entlang des Gedenkweges in München und werden die wichtigsten Stationen der Widerstandsgruppe besuchen: 
    die Historikerin Eva Hoegner und der Zeitzeuge Klaus Schultz werden uns das Wohnhaus der Geschwister Scholl zeigen, von dort mit uns zur Ludwig Maximilians Universität (LMU) gehen, wo wir die Denkstätte "Weiße Rose" besichtigen werden, uns dann zum ehem. NS-Hauptquartier und zum Wittelsbacher Palais begleiten, wo die Verhöre stattfanden. Im Perlacher Forst, dem Friedhof, wo die Hauptakteure der "Weißen Rose" begraben liegen, wird uns Klaus Schultz, ein guter Freund einer "Weiße Rose"- Aktivistin, einiges aus erster Hand berichten und uns die Gräber der "Weiße Rose" Aktivist*innen zeigen. Dort wollen wir gemeinsam der Opfer gedenken und dazu vielleicht neue Wege finden.
    Am Abend wird es ein Treffen mit der EJ-München in der Rogatekirche geben, zum gemeinsamen Essen, Austausch und Plaudern.

    „Wenn es Dir schlecht geht, so denke nur immer an das Herrlichste, was uns armen Menschen vom Himmel gegeben ist, die Liebe.“ Christoph Probst
     
  • 6. November: wir werden die KZ Gedenkstätte Dachau besichtigen. (Es gilt die 3G-Regel!) Wo sich einst der "Pfarrerblock" befand, steht heute die Evangelische Versöhnungskirche, die wir besuchen werden. Pfarrer Mensing wird uns durch den "Pfarrerblock" und seine Geschichte begleiten. Mit einer kleinen Gedenkandacht in der Versöhnungskirche werden wir die Bedenk-Reise beschließen.
     
  • 7. November:  Heimreise
     
  • Vor Ort wollen wir gedenken, aber mit nach Hause nehmen möchten wir Gedanken über:
    Identitätssuche, Ausgrenzung, Glaube und Widerstand, die Kraft des Evangeliums und darüber, was wir von der „Weißen Rose“ ins Heute mitnehmen können.

Hintergrund:

Von 4. bis 7. November 2021 werden wir in Zusammenarbeit mit der Weißen Rose Stiftung München und der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ Gedenkstätte Dachau den Spuren der Münchner Widerstandsgruppe “Weiße Rose“ folgen.

Wir wollen damit das Thema Krieg und NS-Zeit aus einem neuen Blickwinkel betrachten: aus dem, mutiger junger Menschen, die sich in der Zeit der NS-Diktatur den christlichen Glauben bewahrt, nach den Werten des Evangeliums gehandelt und sich der NS-Gewalt entgegengestellt haben.

„Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den Ihr um Euer Herz gelegt! Entscheidet Euch, ehe es zu spät ist!“
(Aus dem fünften Flugblatt; 1943)

Die Geschwister Scholl, erst begeistert von den Werten der NS-Jugendorganisationen, erkannten nach und nach, dass die NS-Ideologie und das Evangelium gegensätzlicher nicht sein konnten. So gründete Hans Scholl mit Gleichgesinnten die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ in München.

Später schloss sich auch seine Schwester Sophie an. Flugblätter wurden unter Lebensgefahr verfasst und verteilt. An Mauern und Hauswänden wurden eindringliche Botschaften hinterlassen. Die Bevölkerung sollte informiert und zum passiven Widerstand ermutigt werden.
„Leistet passiven Widerstand, Widerstand, wo immer Ihr auch seid, verhindert das Weiterlaufen dieser atheistischen Kriegsmaschinerie, ehe es zu spät ist…“ (Aus dem ersten Flugblatt; 1942)

Während die jungen Student*innen in München Widerstand leisteten, war der Holocaust gegen die europäischen Jüdinnen und Juden bereits im Gange und neben Widerstandskämpfer*innen und politisch Verfolgten, waren auch evangelische Pastoren und katholische Geistliche aus Deutschland, Polen und den Niederlanden im KZ Dachau inhaftiert.  Letztere im sogenannten "Pfarrerblock" des KZ Dachau.
„Schwer ist es, daß man solchen Problemen immer allein gegenübersteht, kein anderer Mensch kann einem die Last von den Schultern nehmen. Jeder Einzelne trägt die ganze Verantwortung. …“  Willi Graf

    Sicherheit für euch!

    • Wir wollen euch so viel Sicherheit wie nötig geben. Der Gedenkweg ist eine Stadtwanderung durch München und punktuell wird es, je nach Möglichkeit und mit allen nötigen Sicherheitsvorkehrungen, Besichtigungen auch in Innenräumen geben.
       
    • Ebenso wird die Besichtigung der KZ Gedenkstätte Dachau mehrheitlich im Freien stattfinden.
       
    • Da wir uns viel im Freien bewegen werden, nehmt bitte Regenschutz und bequeme Schuhe mit!
      FFP2 Masken werden von uns zur Verfügung gestellt.
       
    • Es wird ein Vorbereitungstreffen via Zoom geben. Die Teilnehmer*innen werden dazu rechtzeitig informiert.

    „Je dunkler die Schatten über eine Epoche hereinfallen, desto grösser wird die Sehnsucht einzelner Menschen nach dem Lichte, denen die Schattenhaftigkeit und der Frevel ihrer Gegenwart den bürgerlichen Gleichmut genommen hat. Sehnsucht nach dem Lichte und nach der Erleuchtung haben uns zu der einzig hellen Stelle geführt, die uns geblieben ist: Christus. Und die uns bleiben wird. Unser ganzer Hintergrund und unser Wegweiser und Ziel ist Er.“ Hans Scholl

    PREIS: 95,--

    (16-30 J.)

    150,- (ab 30 J.)

    Inkl.: Reise, Übernachtung im Hotel, Mahlzeiten, Eintritte…

    exkl. An- und Abreise zum/vom Abfahrtsort Wien

    Gleich buchen...

    Anmeldung mittels Online-Anmeldeformular:

    Veranstalterin

    EJ Österreich

    Kontakt:

    Constanze Herndler-Berka
    0699-18877095
    c.herndler-berka(at)ejoe.at

    Infos:

    4. bis 7. Nov. 2021

    Mindestalter: 16 Jahre

    Versicherung und Datenschutz:

    Infoblatt hier downloaden...

    ANMELDESCHLUSS:

    19. Oktober 2021

    Weiterführende Links:

    Die Weiße Rose Stiftung München
    www.weisse-rose-stiftung.de/

    Evangelische Versöhnungskirche in der Gedenkstätte KZ Dachau
    www.versoehnungskirche-dachau.de/themen/pages/PastorenDE.php

    SI Mag. Thomas Hennefeld erinnert an die Mitglieder der „Weißen Rose“:
    evang.at/hennefeld-erinnert-auf-oe1-an-geschwister-scholl/

    Als die Nazis die Geistlichen holten - über den Pfarrerblock im KZ Dachau
    https://www.evangelisch.de/inhalte/151747/18-10-2018/pfarrerblock-dachau-als-die-nazis-die-geistlichen-holten


     

    Buchtipp!!

    „SCHLUSS. Jetzt werde ich etwas tun. Die Lebensgeschichte der Sophie Scholl“

    Maren Gottschalk, 2012, 2016 Beltz & Gelberg

    Klappentext:
    „Die vielfältige Annäherung an Sophie Scholl ist lebendig wie ein Roman und öffnet den Blick auf eine komplexe Persönlichkeit.“ Wiesbadener Kurier

    Als Widerstandskämpferin und Mitglied der Weißen Rose wurde Sophie Scholl (1921 – 1943) zur Ikone. Das lebendige Porträt dieser sensiblen, klugen Frau erzählt von einer behüteten Kindheit und einer Jugend im „Dritten Reich“. Doch wie wurde aus der begeisterten HJ-Führerin eine mutige Gegnerin des NS-Regimes? Die einfühlsame Biografie zeigt, dass Sophie Scholls Persönlichkeit wesentlich vielschichtiger war als bisher bekannt.

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