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Bildung im Fokus

unterstützen - gestalten - verantworten

Bildungsarbeit ist in der Evangelischen Jugend Österreich seit jeher im Fokus.
Geschulte Mitarbeiter*innen sind unverzichtbar für qualitativ hochwertiges Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen in Kirche und Gesellschaft. Für Mitarbeiter*innen und Organisation entsteht eine Win-Win-Situation: Mitarbeiter*innen eignen sich persönlich wie beruflich bereicherndes Wissen und Skills für ihr zukünftiges Leben an, die Evangelische Jugend Österreich stellt die Einhaltung von Qualitätsstandards (Prävention, Gewaltfreiheit, Partizipation, Offenheit) seitens ihrer Mitarbeiter*innen sicher.

Bildungsphasen

01 - UNTERSTÜTZEN

Kompetenzen vermitteln, um andere Mitarbeiter*innen in ihren Aufgaben zu unterstützen:
Spielpädagogik, die persönliche Rolle als Mitarbeiter*in, Gruppendynamik, rechtliche Rahmenbedingungen.

02 - GESTALTEN

Erlernen, Elemente der Jugendarbeit selbst zu gestalten:
Basiswissen in Entwicklungspsychologie, Methodik und Didaktik, Gestalten von Impulsen und Andachten, Gruppenstunden, KSR Basisschulung.

03 - VERANTWORTEN

Zielsetzung: Eigenverantwortliche Gestaltung von Jugendarbeit:
KSR-Präventionstrainer*in, Projektmanagement, Erlebnispädagogik, Gruppenleitung, Finanzmanagement, Krisenintervention.

Bildend!

Seit je her investiert die EJ in Österreich einen guten Teil ihrer Budgets in allgemeine interne wie externe Bildungsarbeit, um die Mitarbeitenden auf ihre Jobs in der EJ vorzubereiten und sie darin zu unterstützen.
Bildung die aber nicht nur einen Mehrwert für die Organisation hat, sondern auch für den einzelnen Mitarbeitenden in ihrem/seinem zukünftigen Leben von Relevanz sein soll.

Mehrwert wie das Erlernen von Hard und Soft Skills, neue Impulse für das Engagement als EJ-Mitarbeiter*in, die Förderung von Handlungskompetenz aber auch die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen sowie Vernetzung.

Um die bisher schon sehr gute und umfangreiche Bildungsarbeit auf das nächste Level zu heben hat der JURÖ 2018 ein neues Mitarbeiter*innen-Selbstverständnis beschlossen, bei dem die organisationsinterne Mitarbeitendenbildung klarerweise ein zentraler Punkt ist. Schließlich ist Mitarbeiter*innenbildung in der EJÖ grundlegende Voraussetzung für eine qualitätsvolle Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Das große Spektrum an Schulungen und Fortbildungen der EJÖ und ihrer Gliederungen soll in Zukunft gestrafft und über weite Strecken vereinheitlicht werden. Im Marketingwording unserer Zeit ausgedrückt, ist uns die vielzitierte Win-Win-Situation dabei zentral wichtig: Sowohl, dass wir auf, für ihr Arbeitsfeld bestens vorbereitete Mitarbeiter*innen vertrauen können, aber auch, dass sich die einzelnen Mitarbeitenden, persönlich wie beruflich bereicherndes Wissen und Skills für ihr zukünftiges Leben mitnehmen können.
Im aktuellen Mitarbeiter*innen-Selbstverständnis streben wir grundsätzlich verschiedene Phasen der MitarbeiterInnenbildung, in deren Mittelpunkt Funktionsorientiertheit, altersgerechte Aufbereitung sowie individuelle Anwendbarkeit für den/die Mitarbeiter*in steht:

1. Phase – unterstützen
In der ersten Phase geht es darum, Kompetenzen zu vermitteln, die MitarbeiterInnen dazu befähigen, andere ehren-, neben- oder hauptamtliche MitarbeiterInnen in ihren Aufgaben zu unterstützen. Dazu gehören Elemente wie Spielpädagogik, die persönliche Rolle als Mitarbeiter*in (Sensibilisierung Nähe/Distanz), Gruppendynamik und auch Einführung in rechtliche Rahmenbedingungen

2. Phase – gestalten
Der Fokus dieser Phase liegt auf Vermittlung von Kompetenzen, die es den Mitarbeitenden ermöglichen, selbst Elemente in der Jugendarbeit zu gestalten. Hier wollen wir Augenmerk auf Basiswissen in Entwicklungspsychologie, Methodik und Didaktik sowie das Gestalten von Impulsen und Andachten vermitteln. Aufbau und Gestaltung von Gruppenstunden sowie die KSR Basisschulung gehören hier genauso dazu.

3. Phase – verantworten
Die dritte Phase vermittelt verschiedenste Kompetenzen die sich unsere MitarbeiterInnen aneignen können, um eigenverantwortlich Jugendarbeit im individuellen Aufgabengebiet zu gestalten: KSR-Präventionstrainer*in, Projektmanagement, Erlebnispädagogik, Gruppenleitung, Finanzmanagement, Krisenintervention.
Diese Phasen sollen Hilfestellung sein, um MitarbeiterInnen individuell nach Fähigkeiten und Anforderungen zu unterstützen und sie vor Überforderung zu schützen. Sie werden laufend an die örtlichen (Landes-) Gegebenheiten und Voraussetzungen zeitlich wie inhaltlich immer wieder angepasst.
Unabhängig von der Phase, in der sich Mitarbeiter*innen befinden, beachten wir auch immer die altersspezifischen gesetzlichen Bestimmungen zu Themen wie Aufsichtspflicht oder Jugendschutz.
Durch alle Phasen hindurch empfehlen wir immer auch eine Auseinandersetzung mit theologischen Fragestellungen. Das kann z.B. anhand von Bibelarbeiten, Gottesdiensten, Gesprächen über theologische Fragestellungen, praktische oder auch kreative Umsetzung von Bibeltexten geschehen.