Plogging: Neuer Öko-Lauftrend aus Schweden

Plogging – was ist das?

Ich finde Projekte, die Sport mit visionären Ideen verbinden, immer besonders spannend. Dazu zählt auch der Umweltschutz, der in der heutigen Zeit wichtiger denn je ist.

„Plogging“ ist ein solcher Trend, der ursprünglich aus Schweden kommt und sich aus den Wörtern „joggen“ und „plocka“ (schwedisch für „etwas aufheben“) zusammensetzt.

Umweltaktivist Erik Ahlström hatte die Idee, Leute beim Joggen zum Müll sammeln zu motivieren.
Seither geht der Hashtag „plogging“ um die Welt und immer mehr Menschen posten ihre Müllsammelaktionen auf Facebook und Instagram.

Regelmäßiger Sport ist essentiell, damit du ein Leben lang gesund bleibst. Und seit einiger Zeit ist die „Plogging“-Bewegung auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz angekommen. Warum das Training also nicht einmal mit einer wertvollen Aktion verknüpfen? Die Laufschuhe für einen sinnvollen Beitrag zur Gesellschaft zu schnüren vermittelt ein Gefühl von Stolz und Selbstwert.
Eine tolle Motivation für ein Workout, findet ihr nicht?

Das war der erste offizielle Plogging-Run Österreichs der „Green Heroes Austria“

In Wien fand am 5. Mai 2018 der erste organisierte Plogging-Lauf statt. Location war das beliebte Erholungsgebiet „Wiener Donauinsel“, dessen Naturzonen erfahrungsgemäß oft unter achtlos weggeworfenem Müll leiden. Die Veranstaltung war der Startschuss für eine ganze Reihe von Cleanup-Sportevents der Green Heroes Austria. Der im Jänner 2018 gegründete Umwelt- und Naturschutzverein hat sich der Sauberhaltung des städtischen Lebensraums rund um Wien verschrieben und wird in Zukunft viele sportliche Saubermach-Projekte organisieren.

Fiona Pulda, Creative Manager der Green Heroes Austria: „Wien ist eigentlich eine Stadt mit sehr hoher Lebensqualität. Trotzdem liegt überall Müll herum! Wir finden den Plogging-Trend richtig gut und wollen ab jetzt mit regelmäßigen Veranstaltungen das Bewusstsein für die Sauberhaltung unseres Lebensraums stärken.“

Meine Plogging-Erfahrungen: Gemütliche Jogging-Runde mit großer Müll-Ausbeute

Für den Lauf musste man sich vorab online registrieren, die Teilnahme war jedoch kostenlos. Angeboten wurden 3 Laufstrecken: 3 km, 5 km und 10 km. Ich hatte mich für die 5 km-Runde angemeldet.

Green Heroes-CEO Elizabeth Toth betreibt Plogging privat bereits seit geraumer Zeit. Ihre Erfahrung in Stadtgebieten: „Am besten joggt man eine gewisse Strecke erstmal zügig durch und ortet stark vermüllte Spots. Danach läuft man die gleiche Strecke retour und klaubt auf, was einem unterkommt. So kommt der sportliche Aspekt nicht zu kurz!“

 

Tatsächlich ist Plogging eher als Hobby zu sehen, weniger als Leistungssport. (Auch, wenn beim diesem Plogging-Event ein Preis für die Gruppe mit dem meisten Müll vergeben wurde.) Sobald man beginnt, Dinge aufzuheben, gleicht das ganze einer flotten Spazier-Runde. Nicht schlimm, man muss es halt wissen. Eine Plogging-Tour eignet sich daher perfekt als Grundlagen-Einheit alleine oder mit Freunden, bei der kein Leistungsdruck, sondern das eigene Wohlfühl-Tempo und die Freude an Bewegung im Vordergrund steht. Ein Zugang ganz nach meinem Geschmack!

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