30. November

Christbäume

Was wäre der Advent ohne einen Adventkranz, das Weihnachtsfest ohne einen Christbaum?

Zum Glück kann der Bedarf an jährlich 2,8 Mill Christbäumen durch die rund 1.000 österreichischen Christbaum-Bauern zu 90 % mit heimischen Bäumen gedeckt werden. Die Transportwege bleiben so kurz. Auf rund 3.500 Hektar werden die Setzlinge im Alter von vier bis fünf Jahren gepflanzt. Für zwei Meter Höhe braucht es dann mindestens noch weitere zehn Jahre, wobei ein Hektar in dieser Zeit etwa 119 t CO2 verbraucht und 87,5 t Sauerstoff produziert.

In Bio-Christbaumkulturen wird auf Unkrautvernichter, Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger verzichtet, und das Gras wird durch Mulchen und Mähen kurzgehalten. Oft weiden Shropshire Schafe zwischen den Christbäumen, die zudem Lebensraum für seltene Vogel- und Pflanzenarten bieten. Durch biologische Bewirtschaftung, ausreichende Pflanzabstände und das Fördern von Nützlingen gibt es weniger Schädlinge.

Über nicht verkaufte, ungeschmückte und unbehandelte Weihnachtsbäume freuen sich Elefanten und andere Tiere in Zoos und Zirkussen.

Nach den Weihnachtsfeiertagen werden Christbäume in den Städten gesammelt und einer thermischen Verwertung in Heizanlagen und Hackschnitzelheizungen zugeführt. 500 Weihnachtsbäume ersetzen rechnerisch 1.000 Liter Heizöl und können einen Durchschnittshaushalt ein Jahr lang mit Strom versorgen.

Einer unserer ersten Familien-Christbäume war schon zum Wegwerfen aussortiert. Wir bekamen ihn damals sehr günstig. Er war unregelmäßige und strubbelig. Geschickt geschmückt wurde er zum wunderschönen Christbaum, an den wir uns bis heute liebevoll erinnern. Ein andermal kauften wir einen lebenden Christbaum im Topf bei einem Händler an einer Bergstraße. Zuhause dann die Überraschung – im ebenen Zimmer stand der Baum schief. Angepflanzt im Garten wuchs er sich jedoch zu einem stattlichen Baum aus.

Nähere Infos zum Bio-Christbaum unter service(at)umweltberatung.at

Mit der Lebensart und Sprache der Bäume hat sich die EJÖ im Schöpfungsverantwortungsprojekt 2020 auseinandergesetzt. Unter https://www.ejoe.at/projekte/schoepfungsverantwortung/2020-luthers-apfelbaeumchen/ findet sich Spannendes zum Weiterlesen.

Constanze Herndler-Berka (Organisationsassistentin der EJÖ)

 

Der EJÖ online Adventkalender

als ein Vorbote des kommenden Jahres der Schöpfung in unserer Evangelischen Kirchen A. und H.B. in Österreich.

ES IST HÖCHSTE ZEIT.
Wir Menschen bringen die Schöpfung gerade kräftig aus dem Gleichgewicht.
Wir Menschen müssen uns dem entgegenstellen.

Das ist eine riesige Aufgabe. Deshalb wollen wir unseren beliebten online Adventkalender heuer diesem immens wichtigen Thema widmen.

Die evangelische Freiheit ermutigt dazu, sie anzugehen. Viele Evangelische sind schon aktiv im Klimaschutz. Das Schöpfungsjahr soll sie – soll uns – bestärken und soll weiteren Schwung für den Klimaschutz in unserer Kirche und darüber hinaus bringen.

Das Jahr der Schöpfung beginnt mit dem 1. Advent 2021. Es ist ein besonderes Jahr unter den Themenjahren: Das Jahr der Schöpfung 2022 ist ein Zukunftsjahr und ein Aktivjahr. Es geht um unsere Zukunft und um die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder. Es geht um Aufbruch und neue Gewohnheiten, die dem Klima guttun.