Was neben schönen Erinnerungen vom Reisen bleibt

Die Fußabdrücke, die wir hinterlassen...

Reisen bedeutet Begegnung mit anderen Menschen, anderen Kulturen, anderen Gewohnheiten. Es bietet die Möglichkeit, Fremdes aus erster Hand kennenzulernen.

Aber was hinterlassen wir mit unserer "Wanderlust" und wir wirkt sie sich auf die Gegenden die wir besuchen aus?

Flächenverbrauch

Neben dem CO2 Verbrauch verursacht jeder Urlaubsaufenthalt noch weiteren Ressourcenverbrauch.

Das größte Problem stellt der wachsende Flächenverbrauch und die damit verbundene Bodenversiegelung dar.

Flächenintensive Flughäfen, gut ausgebaute Straßen für den Urlauberverkehr, Bahntrassen, Hotelanlagen, Golfplätze und Geschäfte mit großen Parkflächen verschlingen wertvolle Böden. Um landschaftlich schöne Anlagen zu bauen werden Fischerdörfer umbaut, Wälder abgebaut und wertvoller Ackerboden in Tälern verbaut. Auch im Meer werden Mangrovenwälder vernichtet, um Platz für noch größere Häfen zu schaffen.

Für den 1999 eröffneten Flughafen „King Fahd International“ in Saudi Arabien wurde eine Fläche von über 77.000 Hektar verbaut. Das entspricht einer Fläche von 108.000 Fußballfeldern.

Jeder Neubau zerstört ein Ökosystem.

Ernährung

Manche Touristen wollen auch im Urlaub nicht auf ihr vertrautes Schnitzel verzichten. Die Produktion und der Transport von Lebensmitteln verbraucht weitere Ressourcen.

So wurden für die Ernährungsgewohnheiten der Touristen uralte Mangrovenwälder abgeholzt, um in Aquakultur die Zucht von Garnelen zu ermöglichen.

Für die auf Reisen verzehrten Lebensmittel werden 6000 Liter Wasser/pro Person und Tag zur Erzeugung benötigt.

Bei Cluburlauben mit All Inclusive Angebot sind die Menschen verleitet, am Buffett ordentlich hinzulangen. Die Folge sind enorme Lebensmittelabfälle.

Wasser

Unser europäisches Duschverhalten überfordert manches Tourismusland enorm. Jeder Urlauber verbraucht durch Duschen, Swimmingpool und Bewässerung der Grünanlage in einem Hotel bis zu 2.425 Liter/Tag.

In manchen Ländern gibt es deshalb inzwischen Duschampeln und Hinweisschilder zum sorgsamen Gebrauch des wertvollen Guts.

Beschneiungsanlagen für das Schivergnügen benötigen neben Wasser auch Energie, abhängig von der Umgebungstemperatur. Bei einer Temperatur von -3 °C braucht man bei einem Wasserdurchsatz von 1 Liter/Sekunde pro m³ Schnee etwa 3kWh.*

Die etwa 19.000 Schneekanonen in Österreich (Stand Februar 2013) nutzen pro Jahr und pro Hektar etwa sechs Millionen Liter Wasser und insgesamt 260.000 MWh Strom. Somit nutzen die Schneekanonen Europas so viel Energie wie eine Stadt von 150.000 Einwohnern und so viel Wasser wie eine Großstadt wie Hamburg.*
https://de.wikipedia.org/wiki/Schneekanone

Abfallentsorgung

Während einer Urlaubssaison entstehen Tonnen an Abfall jeder Art: Abwasser, sanitäre Rückstände, Plastik, Lebensmittel und vieles mehr.

Häufig landet der Müll, der zu ¾ aus Plastik besteht, im Meer. Etwa 12,7 Millionen Tonnen Plastik landen laut Angaben des WWF jährlich im Meer. Bis zur völligen Zersetzung von Plastik vergehen rund 450 Jahre.

Zuerst zerfällt das Plastik in Mikroteile. Meerestiere nehmen diese mit ihrer Nahrung in ihrem Körper auf. Von dort findet das Mikroplastik über die Nahrungskette auch den Weg in den Menschen.

Heute weiß man, dass Mikroplastik bereits in der Plazenta von schwangeren Frauen nachgewiesen wurde. Welche Auswirkungen das auf das Embryo und den Menschen haben, ist noch nicht genügend erforscht.

Energie

Der gesteigerte Energieverbrauch in Tourismushochburgen stellt eine große Herausforderung dar.

In heißeren Ländern sind es vor allem Klimaanlagen, Ventilatoren und elektrische Fahrstühle. Im Wintertourismus sind es Seilbahnen, Lifte, Beschneiungsanlagen und die Heizung, die enorme Energiemengen verbrauchen.

Lärmemission

Nicht zu unterschätzen ist das Lärmproblem in Tourismusregionen. An- und Abreiseverkehr, Anlieferungen durch Gewerbebetriebe zu den Unterkünften, Abholung von Müll und die in manchen Orten gefeierten Partys bis tief in die Nacht belasten die einheimische Bevölkerung und Tierwelt.

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